1 Woche Moskau

Привет от Москвы! [privet ot Moskvy] oder "Hallo aus Moskau!"



Die ersten 10 Tage Russland sind Geschichte und was soll ich sagen, es war und ist ein Wechselbad der Gefühle: Einerseits haben Katha und ich eine wunderschöne und sehr nette Woche gemeinsam verbracht und die Zuckerseiten (vor allem was das schöne Wetter anbelangt) von Moskau sehr genossen. Auf der anderen Seite ist da ein großes Chaos auf der Uni mit den Kursen, die ich für die Anrechnung an der Uni Innsbruck benötige. Status-quo ist, dass ich mich noch bei keinem einzigen Kurs anmelden konnte, ich weiß auch nicht wann und wo diese stattfinden obwohl die Uni bereits am Montag gestartet hat.

Wie auch immer, es ist alles etwas "Russisch" und ich bin gespannt wie das weiter geht und halte euch jedenfalls auf dem Laufenden. Plan B: Ich bleibe bis Anfang Oktober hier, mache die nächsten 3 Wochen einen Intensivsprachkurs und helfe ein bisschen bei BWT und absolviere das 3. Semester normal in Innsbruck.

Jetzt aber zurück zur ersten Woche in Moskau:

Die Anreise war wenig spektakulär und Moskau hat uns mit Regenwetter und Kälte (im Vergleich zu den Temperaturen, die wir von der letzten Woche daheim gewohnt waren) empfangen. Zum Glück hatten wir ein "privates" Taxi vom Flughafen in unsere AirBnb Unterkunft, eine Studentin der Uni holte uns und einen weiteren Austauschstudenten aus Singapur ab. Der Weg von der U-Bahn Station zur Unterkunft wäre nämlich alles andere als angenehm geworden, bei strömenden Regen und angesichts dessen, dass Teile von Moskau gerade eine große Baustelle darstellen, da viele Straßen und Gehsteige im Zentrum für die Fußball-WM 2018 komplett erneuert werden (so auch die Straße in der unsere Unterkunft war). Crazy sag ich euch!

In unserem Zimmer war uns erstmal viel zu kalt weil wir vom Weg vom Flughafen zum Auto sehr nass wurden und die 1,5 Stunden Autofahrt danach natürlich entsprechend ausgekühlt sind. So haben wir uns alles was wir an warmen Sachen mithatten (inklusive Strumpfhosen, Schals und Hauben) angezogen und uns auf die Suche nach einem Bankomat, Wasser und einem Lokal zum Abendessen (schließlich war es mein Geburtstag, den wir ein bisschen feiern wollten) gemacht. Alles gefunden und sehr gut in einem Georgischen Restaurant gegessen.

Geburtstagsessen auf Georgisch :)

Tag 2 begann für mich um 10h auf der Uni mit der "Orientation-Session". Nicht sehr spannend aber ein Muss. Katha konnte ausschlafen und so starteten wir am späteren Nachmittag dann unsere erste Tour durch die Stadt: Von der Wohnung aus zum Kreml und wieder retour.

Eingang zum Roten Platz - der war leider die ganze Woche wegen eines Festivals gesperrt.

Mehrspurige Straßen wie diese sind in Moskau keine Seltenheit, selten sind allerdings die geringe Menge an Autos, die auf diesem Bild zu sehen ist.

Den Abend verbrachten wir "zuhause", haben uns was gekocht und im Bett gechillt :)
Am Mittwoch ging es für mich wieder auf die Uni. Tag 2 der "Orientierung" wo das Chaos allmählich ersichtlich wurde - leider! Am Nachmittag ging's dafür wieder in die Stadt, dieses Mal mit der U-Bahn direkt zum Kreml und von dort eine Runde. Zum Abendessen gab's dann zum ersten Mal Borsch [борщ] - die russiche Rohnen-Suppe, die uns beiden schon bei unserem ersten Besuch in Moskau sehr gut geschmeckt hat.


Borsch [борщ] - die russiche Rohnen-Suppe typisch mit Sauerrahm (сметана = smetana)

Am Donnerstag sind wir am Vormittag gleich gemeinsam los zum Frühstück im Park, im Anschluss war ich kurz für eine Präsentation auf der Uni und danach haben uns bei traumhaftem Wetter auf den Weg zum Gorky Park gemacht, vorbei an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit:

Die berühmte Basilius-Kathedrale am Roten Platz.

Der Kreml.

Mit dem Kreml im Hintergrund. 
Die Christi-Erlöser-Kathedrale.



Wasser im Gorky Park [Парк Горького] ganz nach unserem Geschmack :)

Nach gut über 10 Kilometern zu Fuß haben wir den Abend gemütlich in der Unterkunft verbracht.
An den nächsten 3 Tagen (Freitag bis Sonntag) die wir noch von gemeinsam hatten, sammelten wir wieder ordentlich Kilometer und erkundeten so einen großen Teil der Stadt zu Fuß:

An der Moskva [Москва Река] mit dem Radisson Blu Hotel im Hintergrund.

Coole Stimmung an der Moskva.

Can you tell we had a great time? :)

Die Lomonossow Universität im stalinistische Zuckerbäckerstil.

Zum Abschluss gingen wir am Sonntag Abend "fancy" ins "White Rabbit" essen - danke Mama und Papa für die Einladung zum Geburtstag, es war hervorragend und ein richtiges Erlebnis :)




Am Montag Vormittag stand mein Umzug in eine neue WG (in der ersten war zwar das Zimmer in Ordnung aber sonst war es leider sehr dreckig) und Katha's Reise nach Mailand an. Bis wir meine Sachen in der neuen Unterkunft abgestellt und am Bahnhof waren wo Katha's Zug zum Flughafen ging war gefühlt eine kleine schweißtreibende Weltreise vergangen. Aber es hat sich gelohnt (also der Umzug), dass ich Katha habe fliegen lassen müssen natürlich nicht - ich kann nur eines sagen: What a week! :)

Soweit mein erstes Update hier aus Moskau. Im nächsten Post habe ich dann hoffentlich schon mehr Klarheit mit der Uni und meinen Kursen.

Liebe Grüße in die Heimat,
Johanna :)

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